Gepostet 05.02.2026, Bildung Schweiz
Entdecken Sie die offiziellen Titelzusätze „Professional Bachelor” und „Professional Master” für HF-Diplome und eidgenössische Abschlüsse der höheren Berufsbildung auf Tertiärstufe in der Schweiz.
Mit den Titeln «Professional Bachelor» und« Professional Master» erhält die höhere Berufsbildung in der Schweiz eine stärkere und verständlichere Position, national wie international. Die Titelzusätze machen sichtbar, was in der Praxis bereits Realität ist: Berufsbildung auf Tertiärstufe, die sich durch hohe Qualität und Relevanz für den Arbeitsmarkt auszeichnet.
Der Titelzusatz Professional Bachelor kann bei folgenden eidgenössisch anerkannten Abschlüssen der höheren Berufsbildung verwendet werden:
Der Titelzusatz Professional Master gilt ausschliesslich für:
Voraussetzung:
Der Abschluss muss eidgenössisch anerkannt sein und zur höheren Berufsbildung der Schweiz gehören.
Die Titelführung von Professional Bachelor und Professional Master ist gesetzlich geregelt. Die Titelzusätze werden immer gemeinsam mit dem offiziellen eidgenössischen Abschluss geführt.
Bei HF-Diplomen (Höhere Fachschule) darf der Titelzusatz eine fachliche Vertiefung mit «in …» enthalten. Diese Schreibweise verbessert die internationale Verständlichkeit und hebt den studiengangsbezogenen Charakter der HF-Ausbildung hervor.
Beispiel HF (korrekte Schreibweise):
Der Zusatz «in Computer Science» ist zulässig und stellt keinen akademischen Bachelorabschluss dar.
Bei eidgenössischen Berufsprüfungen (BP) und höheren Fachprüfungen (HFP) wird kein fachlicher Zusatz («in …») verwendet. Diese Abschlüsse sind funktions- und rollenbezogen, nicht studiengangsbezogen.
Beispiele:
Nicht zulässige Schreibweisen
Der eidgenössische Abschluss der höheren Berufsbildung steht im Lebenslauf immer im Vordergrund. Der Titelzusatz Professional Bachelor oder Professional Master dient der Einordnung des Qualifikationsniveaus, insbesondere im internationalen Kontext.
Ausbildung
Englische Version für internationale Bewerbungen
Ab wann gelten Professional Bachelor & Professional Master?
Die Titelzusätze Professional Bachelor und Professional Master gelten in der Schweiz nach Inkrafttreten der revidierten Gesetzesbestimmungen des Berufsbildungsgesetzes. Der Nationalrat hat der Revision am 10. Dezember 2025 zugestimmt, die Schlussabstimmung erfolgte am 19. Dezember 2025.
Die Umsetzung von Diplomen, Zeugnissen und Übergangsregelungen erfolgt durch Bund und Kantone. Bereits erworbene Abschlüsse der höheren Berufsbildung, wie HF-Diplome oder eidgenössische Fach- und höhere Fachprüfungen, können voraussichtlich von den Titelzusätzen profitieren.
Nein. Professional Bachelor und Professional Master sind Titelzusätze der höheren Berufsbildung in der Schweiz und keine akademischen Hochschultitel.
Sie ersetzen weder einen Bachelor noch einen Master einer Universität, Fachhochschule oder Pädagogischen Hochschule. Die Titelzusätze dienen ausschliesslich der Einordnung eidgenössisch anerkannter Berufsabschlüsse auf der Tertiärstufe.
Die Titelzusätze gelten ausschliesslich für eidgenössisch anerkannte Abschlüsse der höheren Berufsbildung:
Andere Abschlüsse sind nicht berechtigt, diese Titelzusätze zu führen.
Ja. Bei HF-Diplomen (Höhere Fachschule) ist es zulässig, den Titelzusatz mit einer fachlichen Vertiefung («in …») zu ergänzen.
Diese Schreibweise verbessert die internationale Verständlichkeit und betont den studiengangsbezogenen Charakter der HF-Ausbildung.
Beispiel:
Dipl. Informatiker HF, Professional Bachelor in Computer Science
Bei eidgenössischen Berufs- und höheren Fachprüfungen ist ein solcher Zusatz nicht erlaubt.
Im Lebenslauf steht immer der eidgenössische Abschluss der höheren Berufsbildung im Vordergrund. Der Titelzusatz wird ergänzend geführt und dient der klaren Einordnung des Qualifikationsniveaus.
Beispiel (Deutsch):
Dipl. Informatiker HF, Professional Bachelor in Computer Science
Höhere Fachschule XY, Schweiz
Beispiel (Englisch):
Diploma of Higher Education (HF), Professional Bachelor in Computer Science (Switzerland)
Die Schweiz hat die Titelzusätze eingeführt, um die höhere Berufsbildung international besser verständlich zu machen und ihre Sichtbarkeit auf Tertiärstufe zu erhöhen.
Ziel ist eine stärkere Positionierung praxisnaher Berufsabschlüsse, insbesondere im Vergleich zu akademischen Hochschulabschlüssen, sowie ein Beitrag zur Bekämpfung des Fachkräftemangels.